Extremwetterlagen im Wohnmobil

Es ist der Wonnemonat Mai und wir haben schon eine extreme Sommerwetterlage. Wochenlang permanente Sonneneinstrahlung, kein Gewitter und auch kein Regen und wie kommt man bei diesen Temperaturen in einem Wohnmobil zurecht ohne rückstandslos zu verglühen ?! Ich spreche hier von Mecklenburg-Vorpommern , ein Land an der Ostsee. Wenn man an der Küste steht halten sich die Temperaturen noch in Grenzen, da die kalte Ostsee die Luft kühlt. Wir sind aber keine „Ostseesteher“ , uns zieht es eher an die Mecklenburger Seenplatte und wir lieben keine 30 Grad. Also sind wir am 29.05.2018 los bei gut 30 Grad und sind über „park4night“ fündig geworden, ein Freistehplatz am Jabelscher See.

Wir waren überrascht, ein idealer Platz wenn man direkt am Wasser stehen möchte und fast den ganzen Tag Schatten hat.

Es ist natürlich eine Zwickmühle, ohne Sonne natürlich auch keinen Strom von den 460 Wp Solar und dann gibt es nach 2 Tagen Strommangel trotz LiFePo4. Wir haben einen Kompressorkühlschrank und der lebt nur von 12 Volt, Espressomaschine muss sein und Handys , sowie E-Bikes müssen versorgt werden. Erleichternd kommt hinzu , das Fernsehen mit der Oyster bei den hohen Bäumen nicht möglich war. Wir haben uns für den Schatten entschieden ,denn der Flair 2 ab Baujahr 2002 bietet viel Angriffspunkte für intensive Sonneneinstrahlung.

  • Frontscheibe , die Bussabmaße hat ist die größte Wärmequelle. Als Sonnenschutz gibt es ein Alurollo , welches auch geschlossen sein sollte. Es gibt einige Zwischenstufen, die man natürlich auch nutzen kann , je nach Sonneneinstrahlung oder auch als Sichtschutz. Der Raum zwischen Scheibe und Rollo heizt sich extrem auf und mit guten 45 Grad ist man dabei. Das Rollo strahlt natürlich die Wärme in den Raum.
  • Mediheki kommt an Stelle zwei. Hier sollte man immer einen kleinen Spalt offen lassen , damit die Luft zwischen Scheibe und Rollo zirkulieren kann. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Rollo auch gut 40 Grad heiß.
  • Seitenscheiben 4 Stück nutze ich zur Luftzirkulation. Fliegengitter runter und Seitenscheiben geöffnet dies sorgt für eine gute Zirkulation.

Auf unserem Schattenplatz hatten wir so um 27 Grad am Tag im Wohnmobil, zum Abend kühlte es noch runter auf 23 Grad Schlaftemperatur. Klimaanlage haben wir nur genutzt, wenn wir 1,5 Std mit dem Rad unterwegs waren ,um unseren Hund „Schecker“ eine angenehme Temperatur zu sichern. Wir haben uns den ganzen Tag draußen aufgehalten, morgens als erstes baden gehen.

Danach gab es ein ausgiebiges Frühstück mit Blick auf den See.

Chillen im Liegestuhl bei einer angenehmen Seebrise; … wir haben es genossen und abkühlen im See geht immer zwischendurch ! Unser Stromdefizit haben wir mit unserem Honda E10 gut ausgleichen können .

Natürlich kann man sich auch in die Sonne stellen. Wir mögen es aber nicht so gerne bei 32 Grad im Schatten und ziehen uns lieber in den Schatten zurück , was natürlich auch nicht immer möglich ist.

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